Die zwei grundlegenden Wege
Bevor wir über Zahlen sprechen, eine wichtige Unterscheidung: Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Wege, zu einer WordPress-Website zu kommen.
Weg 1: Selbst bauen. Du investierst Zeit statt Geld. Die laufenden Kosten sind niedrig, aber du brauchst Geduld und Bereitschaft, dich einzuarbeiten.
Weg 2: Bauen lassen. Du investierst Geld statt Zeit. Ein Freelancer oder eine Agentur übernimmt die Umsetzung, du bekommst eine fertige Website — meist schneller und mit professionellerem Ergebnis.
Beide Wege haben ihre Berechtigung. Schauen wir uns die Kosten für beide an.
Die laufenden Grundkosten — die hat jeder
Egal welchen Weg du wählst: Diese Kosten fallen bei (fast) jeder WordPress-Website an.
Domain
Deine eigene Webadresse (z. B. deinewebsite.de). Kostet typischerweise 10–20 € pro Jahr, je nach Endung (.de, .com, .net usw.).
Hosting
Der Speicherplatz, auf dem deine Website „lebt“. Hier gibt es die größte Preisspanne:
- Einsteiger-Hosting: ca. 3–8 € pro Monat
- Performance-Hosting (empfehlenswert für professionelle Seiten): ca. 15–30 € pro Monat
- Managed-WordPress-Hosting (Hosting, das speziell auf WordPress optimiert ist): ca. 20–50 € pro Monat
Mein Tipp: Spare nicht am Hosting. Eine langsame Website kostet dich Besucher und schadet deinem Google-Ranking — beides kostet dich am Ende mehr als die paar Euro Unterschied im Monat.
SSL-Zertifikat
Sorgt für die sichere https-Verbindung. Bei den meisten Hosting-Anbietern heute kostenlos inklusive.
Grundkosten pro Jahr: ca. 100–400 € (Domain + Hosting), je nach Hosting-Qualität.
Wenn du selbst baust: Diese Kosten kommen dazu
WordPress-Theme
Viele kostenlose Themes sind gut, aber für mehr Design-Flexibilität lohnt sich oft ein Premium-Theme:
Kostenlose Themes: 0 €
Premium-Themes: 40–100 € einmalig
Pagebuilder (z. B. Elementor)
Elementor Free: 0 € — für einfache Seiten oft ausreichend
Elementor Pro: ca. 59–99 € pro Jahr, je nach Lizenzgröße — lohnt sich, sobald du Formulare, Popups oder einen Theme-Builder brauchst
Plugins
Für zusätzliche Funktionen (SEO, Formulare, Sicherheit, Backups):
Die wichtigsten Plugins (Yoast SEO, Kontaktformular, Sicherheit) gibt es in soliden kostenlosen Versionen
Premium-Plugin-Erweiterungen: 20–80 € pro Jahr, je nach Bedarf
Stock-Fotos / Bildmaterial
Kostenlose Bilddatenbanken (Unsplash, Pexels): 0 €
Premium-Bilddatenbanken: ca. 10–30 € pro Monat, falls benötigt
Deine Zeit
Das ist der eigentliche „Preis“ beim Selbstbau — und der wird am häufigsten unterschätzt. Plane für eine erste vollständige Website 40–80 Stunden ein, wenn du dich gleichzeitig in WordPress und Pagebuilder einarbeitest.
Gesamtkosten beim Selbstbau (zusätzlich zu den Grundkosten): ca. 0–250 € einmalig + 0–150 € pro Jahr laufend
Wenn du bauen lässt: Realistische Preisspannen
Die Preise für professionell erstellte WordPress-Websites variieren stark — hier ein realistischer Überblick für 2026:
Einfache Website (1–5 Seiten)
Zum Beispiel: Startseite, Über mich, Leistungen, Kontakt.
Preisspanne: ca. 800–2.500 €
Geeignet für: Solopreneure, die eine professionelle Online-Präsenz brauchen, aber noch kein komplexes Angebot haben.
Website mit Funnel-Struktur (5–10 Seiten + Lead-Magnet)
Zusätzlich zur Grundstruktur: Landingpages, E-Mail-Anbindung, Lead-Magnet-Integration, eventuell Mitgliederbereich für Minikurse.
Preisspanne: ca. 2.500–6.000 €
Geeignet für: Coaches, Berater, Selbstständige, die ihre Website als aktives Marketing-Werkzeug nutzen wollen.
Komplexe Website (Onlineshop, Mitgliederbereich, individuelle Funktionen)
Preisspanne: ab ca. 6.000 €, oft deutlich mehr je nach Funktionsumfang.
Was diese Preise beeinflusst
- Anzahl der Unterseiten und Funktionen
- Individuelles Design vs. Template-basiert
- Texterstellung: Schreibst du die Texte selbst, oder soll das jemand für dich machen?
- Storytelling-Konzept: Eine durchdachte Positionierung und Geschichte braucht zusätzliche Konzeptionszeit — zahlt sich aber langfristig aus
Die versteckten Kosten, die oft übersehen werden
Wartung und Updates
WordPress, Themes und Plugins müssen regelmäßig aktualisiert werden — aus Sicherheitsgründen. Wenn du das nicht selbst machst:
Wartungsservice: ca. 20–80 € pro Monat
Backups
Ein vergessenes Backup kann im Notfall den kompletten Website-Verlust bedeuten. Viele Hosting-Anbieter bieten Backups inklusive — prüfe das genau.
Content-Erstellung (laufend)
Wenn du wie in diesem Artikel-Plan regelmäßig bloggst: Entweder investierst du deine eigene Zeit, oder du planst ein Budget für Texterstellung ein.
E-Mail-Marketing-Tool
Für deinen Newsletter und Lead-Magnet-Funnel brauchst du ein Tool wie Brevo, MailerLite oder ähnliches:
- Kostenlose Pläne: bis zu einer bestimmten Anzahl Kontakte oft 0 €
- Bezahlte Pläne: ab ca. 10–30 € pro Monat, je nach Listengröße
Realistisches Budget für 2026: Drei Szenarien
Szenario 1: Maximaler Sparmodus (Selbstbau)
- Domain + Einsteiger-Hosting: ca. 100 € pro Jahr
- Kostenloses Theme + Elementor Free
- Eigene Zeit: 40–80 Stunden
Geschätzte Kosten Jahr 1: ca. 100–150 € + dein Zeitaufwand
Szenario 2: Solider Mittelweg (Selbstbau mit etwas Budget)
- Domain + gutes Hosting: ca. 250 € pro Jahr
- Elementor Pro: ca. 59 € pro Jahr
- Premium-Theme: ca. 70 € einmalig
- E-Mail-Tool: ca. 0–120 € pro Jahr
Geschätzte Kosten Jahr 1: ca. 400–500 € + dein Zeitaufwand
Szenario 3: Professionell erstellt mit Funnel
- Erstellung durch Freelancer: ca. 2.500–4.000 € einmalig
- Domain + Performance-Hosting: ca. 300 € pro Jahr
- Elementor Pro + Plugins: ca. 100–150 € pro Jahr
- E-Mail-Tool: ca. 0–120 € pro Jahr
Geschätzte Kosten Jahr 1: ca. 2.900–4.600 €, danach ca. 400–600 € pro Jahr laufend
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Welcher Weg ist der richtige für dich?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten — aber drei Fragen helfen dir bei der Entscheidung:
Hast du mehr Zeit oder mehr Geld? Wenn du dich gerne einarbeitest und Zeit investieren kannst, ist der Selbstbau eine gute Option. Wenn dein Kalender voll ist und du dein Business schnell professionell aufstellen willst, lohnt sich die Investition in eine fertige Lösung oft schneller, als man denkt.
Wie wichtig ist dir, die Website selbst pflegen zu können? Eine selbst gebaute Website mit Elementor kannst du danach meist gut selbst aktualisieren. Bei sehr individuellen Lösungen bist du oft auf den Entwickler angewiesen.
Wie schnell brauchst du Ergebnisse? Selbstbau bedeutet: Du lernst während des Prozesses. Das kostet Zeit — aber auch dieses Wissen hat einen Wert für die Zukunft.
Fazit
Eine WordPress-Website kostet 2026 — je nach Weg — irgendwo zwischen 100 € und mehreren tausend Euro. Die größte Stellschraube ist nicht der Pagebuilder oder das Theme, sondern die Frage: Selbstbau oder professionelle Umsetzung — und wie viel Funnel-Struktur brauchst du wirklich?
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